Regensburger Schüler entdeckt wirksames Mittel gegen Zecken

Hat ein wirksames Mittel gegen Zecken entdeckt: Alexander Betz aus Regensburg.
Hat ein wirksames Mittel gegen Zecken entdeckt: Alexander Betz aus Regensburg. (Foto: Wacker Chemie AG)

München, 08. April 2014 – Seit gestern ringen 86 bayerische junge Forscher in München um die Qualifizierung für den Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Mit dabei ist Alexander Betz aus Regensburg. Der Gymnasiast stieß durch einen Zufall auf ein Mittel gegen Zecken, das oral eingenommen wird.


Das Zentrum Neue Technologien des Deutschen Museums in München ist seit gestern Schauplatz für den wichtigsten Nachwuchsforscherwettbewerb in Bayern. 86 junge Wissenschaftler stellen in sieben Fachgebieten ihre Projekte vor. Alexander Betz verdankt es seinem Labrador, dass er sich jetzt im Bereich Biologie um den Landessieg bewerben kann.


Beim Spazierengehen mit seinem Hund Filou fiel Alexander Betz im letzten Frühjahr auf, dass dieser nicht mehr von Zecken gebissen wurde. Der Hund bekam seit einiger Zeit Schwarzkümmelöl gegen seine Allergie ins Fressen gemischt – hielt dieses Öl womöglich die Zecken ab?


Alexander Betz wollte es genau wissen: Zunächst baute der Zwölftklässler ein Y-förmiges Versuchsgefäß. Anschließend zog er ein schweißgetränktes Handtuch durch eine Wiese und fing damit 30 Zecken ein. Seine Versuchstiere.


Es folgten mehrere Versuche mit Schweiß und Schweineblut. Die Zecken bewegten sich auf dem Y-Gefäß stets in die Richtung, in der sich Präparate befanden, die nicht mit Schwarzkümmelöl angereichert waren. „Sobald jedoch Blut oder Schweiß mit Schwarzkümmelöl versetzt waren, mieden die Zecken das Präparat“, sagt Alexander Betz „und zwar auch bei sehr geringen Ölmengen“. Die logische Schlussfolgerung konnte nur lauten: Das Schwarzkümmelöl verursacht einen Körpergeruch, der die Zecken abschreckt.


In einem nächsten Forschungsschritt will der 18-Jährige nun untersuchen, ob Schwarzkümmelöl auch gegen andere Insekten wirkt. „Auch Mücken sind Blutsauger“, so Alexander Betz, „vielleicht reagieren sie ja genauso auf das Öl. Dann wäre es womöglich sogar geeignet für den Einsatz in Malariagebieten.“


Dieses und andere Projekte der jugendlichen Wissenschaftler können bis zum 10. April 2014 im Deutschen Museum in München besichtigt werden. An diesem Tag werden die Siegerprojekte mit einem Festakt im Beisein des bayerischen Staatssekretärs für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Herrn Georg Eisenreich MdL, geehrt.


Organisiert und finanziert wird der diesjährige Landeswettbewerb von der Wacker Chemie AG. Das Unternehmen übernimmt zum neunten Mal die Patenschaft des Wettbewerbs.


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