Jugend forscht Preisträger auf der Erfindermesse iENA in Nürnberg

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Intelligente Sprinkleranlage, digitaler Blindenstock und Internet der Dinge – Jungforscher präsentieren innovative Erfindungen

Vier Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht präsentieren ab morgen ihre innovativen Forschungsprojekte auf der iENA 2017, der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ in Nürnberg. Sie alle haben erfolgreich an der 52. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb teilgenommen und wollen nun Fachbesucher und interessierte Öffentlichkeit bis zum 5. November am Stand D20 in Halle 12 auf dem Messegelände von ihren Erfindungen überzeugen.

Zu den Ausstellern zählen Alexander Riebau (18) und Thorben Bartzsch (18) aus Goslar. Sie zeigen auf der iENA ihre gemeinsam mit Gregor Seyeda (18) entwickelte „Intelligente Sprinkleranlage“, die Brände zielgerichtet löscht. Die Temperatursensoren der Anlage können den Brandherd als heißeste Stelle im Raum sehr genau lokalisieren. Ein weiterer Vorteil: Während herkömmliche Sprinkleranlagen manuell abgestellt werden müssen, schaltet sich das System der Jungforscher automatisch ab, wenn ein Feuer gelöscht und die Temperatur im Raum wieder auf ein Normalmaß gefallen ist. Löschwasserschäden werden so minimiert. Das Projekt wurde beim Bundeswettbewerb 2017 mit dem 5. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt prämiert.

Nils Lüpke (17) aus Lemgo stellt seine „IoT Box“ in Nürnberg aus. IoT steht für „Internet of Things“, zu Deutsch Internet der Dinge, das die Vernetzung von elektronischen Geräten im eigenen Zuhause erlaubt. Schon heute bieten Hersteller IoT-fähige Haushaltsgeräte an, mit denen das Konzept realisiert werden kann. Um jedoch nicht zwingend neue Geräte kaufen zu müssen, entwickelte der Jungforscher ein System, mit dessen Hilfe herkömmliche Haushaltsgeräte zentral gesteuert werden, miteinander kommunizieren oder den Nutzer über Ereignisse informieren können. Zentral ist der auf Basis einer Datenbank programmierte IoT-Server, über den die Geräteverwaltung erfolgt. Für sein Projekt wurde Nils Lüpke beim Bundesfinale 2017 mit dem Preis des Bundespatenunternehmens ausgezeichnet.

Robin Lauerer (18) konstruierte mit „ARDU4BLI“ eine digitale Alternative zum herkömmlichen Blindenstock: ein softwarebasiertes handliches Hilfsmittel, das blinden oder sehbehinderten Menschen helfen soll, sich unabhängig und sicher in ihrer Umgebung zurechtzufinden. Es wird als Manschette auf dem Handrücken befestigt und warnt mittels verschiedener sensorischer und akustischer Signale den Träger vor sich in der Nähe befindenden Hindernissen. Beim diesjährigen Jugend forscht Landeswettbewerb Bayern erhielt die Schülerin aus Sulzbach-Rosenberg für ihr Projekt unter anderem den Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“.

„Die Präsentation von Forschungsprojekten bei der iENA hat seit vielen Jahren einen festen Platz im Kalender von Jugend forscht“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Teilnahme an Messen ist für die jungen MINT-Talente immer eine hervorragende Gelegenheit, Feedback von Fachleuten und der breiten Öffentlichkeit zu erhalten, sich von aktuellen Innovationen inspirieren zu lassen und wertvolle Kontakte zu potenziellen Unterstützern oder Arbeitgebern zu knüpfen.“

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