Jungforscher zu Besuch im Kanzleramt

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Mit einem "Herzlichen Glückwunsch" hat Bundeskanzlerin Merkel die 60 Preisträgerinnen und Preisträger des 52. Bundeswettbewerbs "Jugend forscht" im Kanzleramt begrüßt. Merkel verlieh auch den Sonderpreis für die originellste Arbeit an zwei Schüler aus Bayern.

Der diesjährige Wettbewerb "Jugend forscht" stand unter dem Motto "Zukunft – ich gestalte sie!" Zur Begrüßung erklärte Bundeskanzlerin Merkel, ihr gefalle dieser Leitgedanke sehr. "Das sagt ja nichts anderes, als dass wir es zum Teil selbst in der Hand haben, wie die Welt von morgen aussieht", so Merkel.

 

Mehr Mädchen als je zuvor


Besonders erfreulich: Knapp 39 Prozent Mädchen und junge Frauen haben mitgemacht – ein Rekord in der Geschichte von "Jugend forscht". Mit Blick in die Menge sah die Kanzlerin aber noch Potenzial: "Es geht schon ein bisschen voran, aber bei den Preisen müssen wir vielleicht noch weiter rackern."

Die Beteiligung am Wettbewerb habe bereits viele Talente für ihre spätere Berufswahl inspiriert. Die Bundesregierung unterstütze diesen Trend: "Bildung und Forschung haben für uns höchste Priorität. Dies soll auch so bleiben", bekräftigte die Bundeskanzlerin. Dass die Anstrengung sich lohne, zeige sich gerade bei "Jugend forscht".

Mehr als 12.000 Jungforscherinnen und Jungforscher hatten sich mit über 6.400 Projekten bundesweit für den Wettbewerb 2017 angemeldet. Die Verkündung und Prämierung der Preisträgerinnen und Preisträger auf Bundesebene fand am 28. Mai 2017 beim Bundespatenunternehmen Siemens AG in Erlangen statt.

 

Sonderpreis für Ringe in Gelatine-Gelen


Den Sonderpreis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit haben in diesem Jahr Johannes Greiner (16) und Stephan Wagner (15) erhalten. Er ist mit 3.000 Euro dotiert. Im Fachgebiet Chemie untersuchten die beiden, wie die sogenannten Liesegangschen Ringe – beeindruckende ringförmige Strukturen aus stabilen Kristallen – in Gelatine-Gel entstehen.

Für ihre Experimente wählten sie ungiftige Metallsalze, sodass die Ringbildung auch im Schulunterricht nachvollzogen werden kann. Es gelang ihnen, die ästhetischen Muster der Ringbildung zu verstehen und weitere komplexe Strukturen gezielt zu erzeugen.

Lesen Sie hier ein Interview mit den beiden Jungforscher. Johannes Greiner und Stephan Wagner sprechen über die Faszination der Chemie, engagierte Lehrer und ihren unerwarteten Sieg.

 

"Gott sei Dank habe ich nur Physik studiert"


Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich sehr beeindruckt von ihrer Leistung und hielt die bunten Reagenzgläser mit den ausgebildeten Ringen gegen das Licht. "Gott sei Dank habe ich nur Physik studiert und kenne die Liesegangschen Ringe noch gar nicht", so Merkel. Was zunächst kompliziert erschien, erklärten die beiden Preisträger in ihrer Präsentation sehr anschaulich.

Bevor sich alle Nachwuchsforscher wieder auf die Heimreise machten, standen Kanzlerin Merkel und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka noch für Fragen zur Verfügung. Merkel nahm sich dafür Zeit und betonte, dass ihr der Bundeswettbewerb am Herzen liege: "Ich habe zwar viele Termine, aber 'Jugend forscht' mache ich sehr gerne."

Die Einladung aller Bundessieger und Preisträger (2. bis 5. Preise) zu einem Empfang im Bundeskanzleramt gehört seit 1981 zur Tradition des Wettbewerbs. Die Verleihung des Preises der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit gilt als besondere Leistungsmotivation und ist einem Bundessieg gleichgestellt. Der Preis wurde erstmals 1971 vergeben. Er unterstreicht auch die große Bedeutung der Förderung des Forschungsnachwuchses und die Wertschätzung des Wettbewerbs.

 

 

Ein Video zum Besuch gibt es hier!

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