| Projektbeschreibung: | |
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Bei Atemwegserkrankungen verschreiben die behandelnden Ärzten meist Antibiotika. Angesichts der Resistenzbildung greift man immer öfter auf pflanzliche Mittel zurück, zum Beispiel auf die Kapland Pelargonie (Pelargonium sidoides). Ein Extrakt dieser südafrikanischen Pflanze ist unter dem Namen Umckaloabo® im Handel erhältlich. Ein weiteres kommerzielles Pelargonium sidoides Präparat ist die „Urtinktur“. Ziel dieser Arbeit ist zum einen die antibakterielle Wirkung eines selbsthergestellten Extraktes aus der Kapland Pelargonienwurzel mit der käuflicher Produkte zu vergleichen. Zum anderen sollen heimische Geranienarten, die wie die Pelargonien zur Familie der Storchschnabelgewächse gehören, auf ihre antibakterielle Wirksamkeit getestet und Pelargonium sidoides gegenübergestellt werden. Mittels Agardiffusionstests verglichen wir verschiedene Extraktionsmethoden (z.B. kalte Extraktion mit Methanol im Ultraschallbad, heiße Extraktion mit Ethanol im Soxhlet) hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung gegen Staphylococcus aureus. Die größte Wirksamkeit erzielte der wässrige Soxhletextrakt. Diesen verwendeten wir für alle weiteren Extraktionen. Anhand von Dünnschichtchromatographien konnte nachgewiesen werden, dass die Wirkung der Pelargonienextrakte nicht nur auf den enthaltenen Gerbstoffen beruhen kann. Die Kapland Pelargonie ist nicht die einzige Heilpflanze aus der Familie der Storchschnabelgewächse. Antibakterielle Tests mit verschiedenen, auf gleiche Weise hergestellten Geranienextrakten (G.dissectum, G.grandiflorum, G.pratense, G.pussilum, G.pyrenaicum, G.molle, G. macrorrhizum, G.robertianum) zeigen, dass Geranium robertianum und Geranium macrorrhizum antibakteriell wirksam sind. Allerdings ist die Wirksamkeit der Geranienextrakte deutlich niedriger als die der Kapland Pelargonie. Die heimischen Geranienarten sind also bei gleicher Extraktionsweise keine Alternative zu Pelargonium sidoides. .
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