Auf den Spuren Alexander von Humboldts:

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Jugend forscht Alumni bei Lateinamerikareise

Jugend forscht Alumni begleiten den Bundespräsidenten bei Lateinamerikareise

Delegation besucht Kolumbien, Ecuador und die Galapagosinseln.

Vier Jugend forscht Alumni begleiten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vom 11. bis 16. Februar 2019 auf seiner Reise nach Kolumbien, Ecuador und zu den Galapagosinseln. Thema des Besuchs ist der 250. Geburtstag Alexander von Humboldts, dessen Lateinamerikareise vor 220 Jahren sowie sein wissenschaftliches, ökologisches und zivilisatorisches Erbe, das Deutschland bis heute mit beiden Ländern verbindet. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der vor Ort thematisiert werden soll, ist die Verschmutzung der Weltmeere vor allem mit Plastik und Mikroplastik.

Der Bundespräsident wird von einer Delegation aus Alexander-von-Humboldt-Experten, Forschern der Bereiche Klima und Artenvielfalt sowie Wissenschaftsvermittlern und Vertretern deutscher Humboldt-Institutionen begleitet, zu der auch die vier Jugend forscht Alumni gehören. Sie hatten mit zwei Projekten zum Thema „Mikroplastik“ erfolgreich an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb teilgenommen.

Julia Henrike Freund (19) gewann beim Bundesfinale 2015 mit ihrem Chemie-Projekt „Mikroplastik – ein wachsendes Problem“ als Sonderpreis die Teilnahme am „Stockholm Junior Water Prize“. In ihrer Arbeit fand sie heraus, dass das Klärwerk im niedersächsischen Oldenburg durch spezielle Filter besonders viel Mikroplastikmüll aus dem Abwasser holt, da ein spezieller Stoff auf den Filtern die winzigen Teilchen absorbiert. Darüber hinaus entwickelte sie eine Methode, die mithilfe unpolarer Flüssigkeiten Kunststoffpartikel aus dem Wasser fischt, da diese ebenfalls unpolar sind. Werden beide Ansätze kombiniert, so ihr Resümee, ist die Säuberung des Abwassers am effektivsten.

Helene Sophia Radloff (20), Johanna Clara Romahn (19) und Felix Jan Engelhardt (19) wurden für ihr Biologie-Projekt „Mikroplastik – die Auswirkungen unseres Abfalls am Beispiel Hediste diversicolor“ beim Bundeswettbewerb 2017 als Sonderpreis mit der Teilnahme am „London International Youth Science Forum“ ausgezeichnet. Sie fanden heraus, dass sich die Menge der Plastikteilchen im Wasser durch die sogenannte Bioturbation verringert. Dabei transportieren Organismen wie der grabungsaktive Seeringelwurm Hediste diversicolor die kleinen Partikel etwa bei der Futtersuche durch verzweigte Gänge in tiefere Sedimentschichten im Meeresboden. Dadurch wird das Mikroplastik der Nahrungskette zunächst entzogen. Es reichert sich so jedoch im Boden an und wird dort zur unsichtbaren Gefahr.

„Es ist eine große Ehre, den Bundespräsidenten auf seiner Reise nach Kolumbien und Ecuador begleiten zu dürfen und an einem so spannenden Besuchsprogramm teilzunehmen“, sagt Julia Henrike Freund, die mittlerweile Molekulare Medizin an der Universität Göttingen studiert. „Es ist ein begeisternder Gedanke, sich auf den Spuren Alexander von Humboldts zu bewegen, der die heutige Forschung so tiefgreifend geprägt hat“, beschreibt Helene Sophia Radloff, die Humanmedizin an der Universität Lübeck studiert, ihre Erwartung an die Reise. Johanna Clara Romahn absolviert an der Universität Rostock den Studiengang Lehramt an Grundschulen. Felix Jan Engelhardt studiert Humanmedizin an der Universität Hamburg.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere ehemaligen Preisträger die besondere Gelegenheit haben, mit dem Bundespräsidenten, der auch Schirmherr von Jugend forscht ist, nach Lateinamerika zu reisen und dabei vielfältige Erfahrungen zu sammeln“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V.

Sie können die Reise mitverfolgen im Jugend forscht Blog unter https://blog.jugendforscht. de sowie auf der Facebook-Seite des Bundespräsidenten.

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