Jugend forscht Bundessieger Moritz Hamberger präsentiert innovativen Bioreaktor auf der Hannover Messe 2019

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Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb ist Aussteller am Messestand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Ab heute präsentiert Jugend forscht Bundessieger Moritz Hamberger (18) aus dem bayerischen Lenting seinen innovativen Bioreaktor auf der weltweit wichtigsten Industriemesse in Hannover. Besucher können das prämierte Forschungsprojekt noch bis zum 5. April 2019 am Stand B22 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Halle 2 in Augenschein nehmen.

Mikroalgen wie Chlorella vulgaris produzieren in ihren Zellen energiehaltige Lipide. Wie aber erntet man die wertvollen Stoffwechselprodukte und wie kommt man vom Lipid zum allgemein nutzbaren Biodiesel? In seinem Forschungsprojekt fand Moritz Hamberger Antworten auf diese Fragen. Er konstruierte und testete einen eigenen Bioreaktor, in dem die Mikroalgen wachsen. Ferner erprobte er physikalische und chemische Verfahren, um die Stoffe aus den Zellen zu extrahieren und in Kraftstoff zu verwandeln. Der Jungforscher ist überzeugt: Chlorella vulgaris kann stabil kultiviert werden und künftig im industriellen Maßstab Rohstoffe für Biodiesel liefern. Voraussetzung für rentable Produktionsprozesse sind jedoch das Vorhandensein von Sonnenlicht als Energiequelle, große Reaktoren und eine kontinuierliche Ernte der Lipide.

Für sein Projekt erhielt Moritz Hamberger beim Jugend forscht Bundesfinale 2018 den von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gestifteten Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit. Zudem wurde er mit dem Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Umwelttechnik ausgezeichnet. Der Jungforscher wird in diesem Sommer am Katharinen-Gymnasium Ingolstadt das Abitur machen. Anschließend plant er, an der Universität Heidelberg Molekulare Biotechnologie oder Medizin zu studieren. Dem Messeauftritt in Hannover blickt der talentierte Nachwuchsforscher mit viel Vorfreude entgegen. „Mein Projekt Messebesuchern und Fachleuten aus aller Welt vorstellen zu dürfen, ist eine Ehre und eröffnet gleichzeitig große Chancen“, sagt Moritz Hamberger.

„Die Möglichkeit, prämierte Forschungsprojekte am Stand des BMBF fachkundigen Messebesuchern zu präsentieren, ist seit Jahren ein fester Bestandteil unserer Förderaktivitäten für Jugend forscht Alumni“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Unsere jungen Talente profitieren sehr von dem direkten Austausch mit Experten aus aller Welt.“

Die Stiftung Jugend forscht e. V. fördert Alumni des Wettbewerbs mit verschiedenen Angeboten zur Berufsorientierung und auf allen Ausbildungsstufen. Auf diese Weise leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

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