Die Bundessiegerinnen und Bundessieger des Jugend forscht Bundesfinales 2026 stehen fest. Und die meisten kommen diesem Jahr aus Bayern. Sie wurden in Anwesenheit der Bundesministerinnen Karin Prien (Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Katherina Reiche (Wirtschaft und Energie) sowie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann im Rahmen der Festveranstaltung beim diesjährigen Bundespatenunternehmen, der Schaeffler AG, in Herzogenaurach ausgezeichnet. Für den 61. Bundeswettbewerb hatten sich 159 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit 116 innovativen Forschungsprojekten qualifiziert.

Den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit erhielten Viyona Singh (14) und Aarav Singh (14) aus Mountain View, Kalifornien, die über den Landeswettbewerb in Bayern in das Bundesfinale kamen. Sie zeigten, dass sich die seltenen, spiegelbildlichen Varianten bestimmter Proteine mithilfe physikbasierter Modelle besser als mittels KI-basierter Modelle vorhersagen lassen.

Vincent Nack vom Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn freute sich über den Preis der Bundesforschungsministerin für die innovativste Arbeit. Der 19-Jährige entwickelte ein KI-gestütztes System zum Schutz vor Telefonbetrug. Seine selbst programmierte Software prüft in Textform umgewandelte Gesprächsinhalte vollautomatisch und kann alle Formen von Täuschung in Echtzeit erkennen.

Chemie-Bundessieger wurden Levi Jekic (16), Lennart Antritter (16) und Alexander Kluge (18) vom Gymnasium Neubiberg. Die drei analysierten eine komplexe Metallverbindung aus Bismut, Zinn, Zink und Aluminium. In einer Vielzahl von Messreihen fanden sie ein Mischungsverhältnis, das verhindert, dass die Legierung bei hohen Temperaturen spröde und brüchig wird.

Aktuell läuft künstliche Intelligenz zumeist in großen, energieintensiven Rechnernetzen. Als Alternative entwickelte Malte Rauschenbach vom Franz-Marc-Gymnasium in Markt Schwaben eine Art Übersetzer, der KI-Modelle energiesparend und effizient in lokale Hardware für verschiedene Einsatzzwecke überträgt. Der 15-Jährige siegte in Mathematik/Informatik.

Der Bundessieg im Fachgebiet Technik ging an Stefan Weiß (20) von der Staatlichen Berufsschule in Deggendorf. Er konstruierte einen tragbaren Multifunktions-Kalibrator. Mit ihm lassen sich Digitalmultimeter – also Messinstrumente für Spannung, Strom und Widerstand – einfach und präzise testen.

Und noch eine Auszeichnung ging nach Bayern: Der Preis „Jugend forscht Schule 2026“ der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland ging an das Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach für sein exzellentes Konzept zur MINT-Förderung.

 

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